Radtour auf dem Donauradweg!

3 Wernigeröder mit dem Radl

von Passau nach Wien


Tagebuch einer Radtour- von Anett, Maria, Elisabeth & Horst
und danach unser Aufenthalt in Wien



 

Radtour Fortsetzung auf Seite-2  mit Video
 



Am 22. 5. begann unsere Fahrt frühmorgens in Wernigerode und brachte uns über Göttingen, Kassel, Würzburg, Nürnberg und Regensburg bis zum späten Nachmittag nach Passau.
Wir bezogen das Hotel " Jesuitenschlößl " in der Kapuzinerstraße und da wir noch recht fit waren, begaben wir uns auf eines der 5 Schiffe, die geschlossen zu einer Abendschiffahrt über eine Schleuse nach Oberzell aufbrachen. An Bord war Platz für 700 Gäste und auch die Tanzfläche gut besucht. So konnten wir unserem liebsten Hobby, dem Tanzen mit Leidenschaft frönen.
Dieser tolle Abend ging mit einem Feuerwerk a la " Donau in Flammen" zu Ende.
 


Unser 2. Tag war der 23.5. und der Tag begann leider mit einer Stunde Wartezeit auf unsere Räder. Dieser Tag stand uns zu einer Passau- Rundumfahrt zur Verfügung und mit 30 gefahrenen Kilometern stimmten wir uns auf die Strecke ein, die ab morgen vor uns lag. Bei viel Sonne und strahlend blauem Himmel rasteten wir auf dem Wittelsbacher Platz, besichtigten anschließend den Dom von Passau, der die von 1928- 1932 größte Orgel der Welt beherbergt. Der Dom ist eine Bischofskirche im barocken Stil erbaut und steht auf einer Anhöhe in der Altstadt von Passau, zwischen Inn und Donau.
Entlang des Inn fuhren wir mit den Rädern gegen Abend zurück nach Passau, wo wir bei einem Italiener gut aßen. Mit einem " Absacker " in unserem Hoterl beschlossen wir diesen Tag und machten uns auf zur letzten Nacht hier in Passau.
 


Der 24. 5. begann für uns nach einem Frühstück um 9 Uhr mit dem Start unserer ersten Etappe auf der Donauradtour von Passau nach Schlögen, das waren ca. 36 km für diesen Tag. Gemütlich ging es Richtung Obernzell, wo wir mit Kaffee gestärkt, vorbei an den sogenannten " Fahrradkliniken ", an denen man sich bei diversen Pannen selbst behelfen konnte. Maria kam natürlich als erste in diesen Genuß und wollte den Service einer solchen " Klinik " unbedingt testen. Auf der Höhe von Schlögen endet der Fahrradweg links und man muß mit der Fähre nach Schlögen übersetzen, wo er auf der rechten Seite weiter geführt wird. Schlögen ist auch bekannt für die sogenannte Donau- oder Schlögenschlinge. In einer atembraubenden und faszienierenden engen Biegung um 180 Grad windet sich die Donau Richtung Osten. Unser Etappenziel für diesen Tag, war somit erreicht und in Schlögen angekommen, Fahrräder verstaut, bezogen wir unsere Zimmer im Hotel " Schlögen 2 ". Bei einem guten Abendessen im Hotel genossen wir den herrlichen Sonnenuntergang.


Am 25.5. starteten wir wieder gegen 9 Uhr zu unserer schönsten Strecke, ca. 70 km von Schlögen nach Linz. Es war darum eine so schöne Etappe, da der Radweg sehr dicht neben der Donau geführt war. Die morgendliche Frische, zwischen den saftig grünen Steilhängen, inmitten idyllischen Ruhe, in der wir kaum miteinander sprachen, sondern jeder für sich diese wunderbaren Momente genoss. Von diesen Eindrücken besonders gestärkt wagte sich Maria an einen Bergsprint, doch leider war es der falsche Weg. So kam der Spaß bei uns nie zu kurz und gemeinsam fuhren wir durch das Ziel des Ortes unserer kurzen Mittagsrast, Aschach, wo wir das Essen aus ließen, doch eine " Latte " mußte es sein. Neuerlich setzten wir mit der Fähre über die Donau und kurz vor Linz war Elisabeth schon so ermattet, daß wir mit ziemlich letzter Kraft gegen 15.30 Uhr den Linzer Hauptplatz erreichten. Mit den Fahhrädern mußten wir noch ungefähr 3 km vom Hauptplatz bis zu unserem Hotel in der Weißenwolfstr. 33 fahren. Nach einer wohlverdienten Dusche mit folgender Rast, fuhren wir gegen 17 Uhr mit dem Bus in die Stadt, um uns ein wenig umzuschauen und ein gutes Lokal zum speisen zu suchen. Das fanden wir dann auch nach längerer Suche und Empfehlung von Einheimischen im " Biergarten ", wo wir wirklich gut aßen. Heute war schon bald Schluß für uns, da es ein anstrengender aber doch ein sehr schöner Tag war.


Heute am 26.5. begann gegen 9 Uhr unsere 3. Etappe von Linz nach Grein und war um die 85 km lang, also wieder ein ganz schönes Stück Strecke lag vor uns. Nachdem wir unsere Räder hatten, verließen wir Linz und fuhren entlang der Donau Richtung St. Florian, wo unser erster Halt für diesen Tag geplant war. Unterhalb des bekannten Stiftes St. Florian rasteten wir und von dort ging es hinauf zum Stift, denn eine Besichtigung war ja klar. Von einem leisen, aber wunderschönen Gesang angezogen, der uns Gänsehaut spüren ließ, betraten wir das Stift und erfuhren, daß es eine Reisegruppe war, die hier ihren Gesang erprobt hatte, wirklich ein schöner Moment. Das Stift St. Florian entstand im Laufe der Zeit an Stelle einer Wallfahrtsstätte, die sich über dem Grab des heiligen Florian befand. Diese Spuren lassen sich anhand von Mauerresten bis ins 4. Jahrhundert zurück verfolgen. Nach dem Verlassen von St. Florian erreichten wir Enns, die älteste Stadt Österreichs. Im Mündungsgebiet von der Enns in die Donau fand man Besiedelungsspuren von vor ca. 4000 Jahren. Von ca. 400 v. Chr. bis ungefähr 45 n. Chr. waren hier Kelten ansässig. Ihr Königreich mit Namen Noricum, wurde in dieser Zeit dem römischen Reich zugeordnet und so entstand hier die römische Provinz Noricum. Nachdem wir uns in Enns ein wenig umgesehen und uns auf dem Hauptplatz zu Mittag gestärkt hatten, fuhren wir am Nachmittag auf dem Radweg neben der Donau kilometerlang, ohne einem Menschen zu begegnen. Horst studierte die Landkarte, um nicht wieder unfreiwillige Umwege fahren müssen, da ist es passiert! Auf einmal tauchten wie aus dem Nichts zwei Fußgeherinnen vor den Rädern auf. Horst konnte nicht mehr bremsen und stieß mit einer der Damen zusammen. Zum Glück war es nicht mehr weit bis zu unserem Etappenziel und so konnten wir die Schürfwunde bei einem Kiosk unterwegs einmal erstversorgen. Der Dame war nichts weiter passiert, das hätte böse ausgehen können. In Grein nach den 85 km in unserer Pension " Martha " mit Namen, angekommen waren die Apotheken bereits geschlossen, so daß wir uns zur Rettungsstation und anschließend ins Krankenhaus begeben mußten, wo Horst gründlich untersucht wurde, die Schürfwunden aber die schlimmste Verletzung war- zum Glück. Heute war es spät geworden und durch die ganze Aufregung, hungrig und müde wie wir waren, gingen wir in Grein zu Abend essen und dann sehr bald schlafen.


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