Reisebericht 3-4 Tag Schweiz

Fortsetzung einer viertägigen Reise durch die Schweiz


von Maria und Ortwin.

Zurück
 

Sankt Moritz
Sankt Moritz im Kanton Graubünden

3. Tag, in der Schweiz
Thusis liegt im Kanton Graubünden und am nördlichen Eingang zur Viamala Schlucht. Touristisch noch nicht weit erschlossen, gibt es in der Umgebung jedoch Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch wert sind. Unser Interesse galt der Albulabahn, mit einer alten historischen Bahnstrecke, die, wie durchaus erwartet, den Titel UNESCO Weltkulturerbe trägt. Sie ist eine der ältesten Bahnen der Schweiz und bringt uns nach Sankt Moritz. Ein besonders erwähnenswertes Bauwerk dieser Strecke ist der Landwasserviadukt. Als Eisenbahnbrücke ist er 136 m lang, 65 m hoch und steht nahe der Ortschaft Filisur. Neben diesem, gibt es viele weitere solcher Brückenbauten, die wir auf unserer Fahrt immer wieder kreuzten und recht ansehnlich waren. Für einen gesonderten Besuch der Viamala Schlucht reichte die Zeit nicht. Über Stufen zwischen zwei Brücken kann man in die Schlucht gelangen. Schon zu Zeiten der Römer gab es hier einen Weg, unklar ist, wo sein Verlauf war und ob er befahren werden konnte. Unser Ziel, Sankt Moritz war nach fast 1 1/ 2 Stunden erreicht, bei strahlendem Himmel, klarer frischer Luft und einem tiefblauen St. Moritzersee. Berühmt ist Sankt Moritz als Kurort und für seine Wintersportattraktionen, z.B. wird im Winter auf dem zugefrorenen See ein Pferderennen veranstaltet. Natürlich kennen wir ihn auch aus der Klatschpresse als Ort in dem der Jetset verkehrt. Wir haben uns Sankt Moritz angesehen und sind mit der Albulabahn die Strecke zurück gefahren. Am Nachmittag, etwas Zeit übrig gehabt, beschlossen wir mit dem Auto ein wenig die Umgebung zu erkunden. Je weiter wir uns von der Zivilisation entfernten, umso mehr merkten wir, hier ist es einfach nur himmlisch, wie am Ende der Welt. Eine „ Heidiwiese“ nach der anderen, eine schöner und weitläufiger wie die andere, kaum Autos kamen uns auf den engen Straßen entgegen. Die Sonne, die das Grün noch grüner scheinen ließ und der Himmel noch etwas blauer war, als anderswo, fesselte uns mit allen Sinnen. Dieser Ort liegt in der Gemeinde Avers, 2126 m. ü. M. und heißt Juf. Er ist der höchst gelegene ganzjährig bewohnte Ort in Europa. Vermutlich gehörten die weitläufigen Flächen rundherum dazu. Wir fanden sogar Unterbringungsmöglichkeiten für Urlauber und bereuten, dass wir nicht hier Quartier bezogen haben. Ein schöner Ort für einen Familienurlaub, mal sehen, was dazu der Rest der Familie sagt?!
 

Das Video zum zweiten Teil des Reiseberichts bei YouTube

 

4. Tag, in der Schweiz
Die letzte Nacht in Thusis verbracht, verließen wir den Ort nach dem Frühstück in Richtung Osten und statteten auf unserer Heimreise der Rofflaschlucht noch einen Besuch ab. Hier gab es bereits im 17. Jahrhundert nachweislich Gasthäuser, die vom Warenverkehr gut leben konnten. Nach Entstehung neuer Strassen z.B. über den San Bernardino Pass, führten diese durch die Rofflaschlucht. Als allerdings im Jahre 1882 der Gotthardttunnel eröffnet wurde, versiegte die Einnahmequelle abrupt und die Geschäfte mit den vorbeiziehenden Kaufleuten brachen so gut wie ab. Ende des 19. Jahrhunderts machte sich die Familie des damaligen Gasthauses auf den Weg nach Amerika. Dort lernten sie im Zuge ihrer Tätigkeiten als Bedienstete auch die Niagarafälle kennen und waren so begeistert von dieser Form des „ Massentourismus“, der davon ausging, dass sie beschlossen heimzukehren und den Wasserfall, den es in der Rofflaschlucht gab, für zahlende Gäste erreichbar zu machen. So wurden in fast händischer Kleinarbeit Stück für Stück Felsen angebohrt und abgesprengt und somit die Schlucht begehbar gemacht. Es hat zwar gedauert doch der Erfolg des Unterfangens blieb bis heute und auch heute noch ist die Rofflaschlucht ein Besuch wert, allein wegen der Geschichte die dahinter steckt.

Nun aber war der Zeitpunkt da, wo es hieß Abschied nehmen. So viel hatten wir wieder erlebt, die letzten Tage und unvermeidlich verringerte sich die Kilometeranzahl auf der Autobahn Richtung Heimat, ja, aber nur so lange, bis wir eine Abfahrttafel mit dem Hinweis „ Rothenburg ob der Tauber“ lasen. Wir schauten uns an und waren uns einig, diese Möglichkeit und den einen Tag länger in der Fremde auszunutzen und bogen kurzerhand ab! So verbrachten wir noch einen tollen Tag, mit dazugehöriger Nacht in Rothenburg und nahmen erst am nächsten Tag die Heimreise wieder auf- diesmal aber endgültig! Bilder demnächst unter  Rothenburg


 

Zurück


Startseite/Home
 
     © 2002 -2010  by J.H.Z.   Map Schweiz

 gratis Besucherzähler